Computergestütztes Hirnleistungstraining („RehaCom“)

Informationen zu erfassen, zu verarbeiten und im Gedächtnis abzuspeichern, auf gegebene Situationen schnell und zuverlässig zu reagieren – diese Fähigkeiten sind beeinträchtigt nicht nur bei Gehirnerkrankungen, sondern häufig auch bei Depressionen oder Erschöpfungssyndromen. Schnell befindet man sich in einem Teufelskreis, aus dem man ohne Hilfe nicht mehr herauskommt.
Der Computer ist ein ideales Instrument, um solche Funktionen wieder zu trainieren. Das Training wird sehr individuell gestaltet, so ist man weder unter- noch überfordert. Der Computer ist ein neutraler Beobachter, der die Leistung wertfrei kommentiert und im gegebenen Fall über Fehler informiert. So erreichen auch sehr beeinträchtigte Patienten eine Leistungssteigerung.
Jeder kann ein speziell für ihn maßgeschneidertes Training durchführen. Wir setzen in unserer Praxis daher ausschließlich Trainingsprogramme ein, die über verschiedene Trainingsdimensionen verfügen, diese wiederum über verschiedene Schwierigkeitsstufen. In jeder Schwierigkeitsstufe gibt es dann noch genügend viele Aufgaben, so dass ein Patient grundsätzlich nur solche Aufgaben bearbeitet, die seinen momentanen Fähigkeiten entsprechen. Durch gezielte fehler-spezifische Rückmeldungen werden Lernprozesse und die Entwicklung von Strategien zur Fehlerlösung unterstützt – ein wichtiger Grundstein für geistige Flexibilität.
Das Trainingsprogramm ist geeignet für Basisfunktionen wie:
Aber auch komplexe Funktionen können trainiert werden:
Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass neben den beabsichtigten Therapiezielen auch die häufig sehr belastenden Folgen einer Funktionsstörung des Gehirns vermindert werden:
Die Ergebnisse aller Trainingssitzungen werden gespeichert. Eine neue Trainingssitzung beginnt dort, wo die letzte beendet wurde. So ist es möglich den Trainingsverlauf zu kontrollieren und die Therapieziele den jeweils erlernten Fähigkeiten neu anzupassen.
Das Trainingsmaterial ist so abwechslungsreich gestaltet, dass Langeweile nicht aufkommt, und allein dadurch schon eine gute Behandlungsmotivation gesichert wird.
Durch die Verwendung hochauflösender und großflächiger Bildschirme sowie einer speziellen und sehr übersichtlich gestalteten Tastatur ist es möglich, dass auch Patienten mit Bewegungseinschränkungen (wie z.B. nach einem Schlaganfall) das Rehabilitationstraining durchführen können. Die Benutzung ist denkbar einfach, so dass selbst völlige Computer-Neulinge das Training durchführen können.